Die Serien – zweite Serie und fortgeschrittene Praxis
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Nach der ersten Serie folgt die zweite, Nadi Shodhana, dann vier fortgeschrittene Serien. Der Weg dorthin ist lang – und das ist Absicht. Hier ist, was dich erwartet und wann der nächste Schritt sinnvoll ist.
- Zweite Serie
- Nadi Shodhana, „Reinigung der Nadis“
- Schwerpunkt
- Rückbeugen, Beine hinter den Kopf, Armbalancen
- Advanced A–D
- Sthira Bhaga, „göttliche Stabilität“
EkamWarum Serien?
Die Ordnung in Serien sorgt dafür, dass der Körper Schritt für Schritt vorbereitet wird. Die erste Serie öffnet Hüften und Rückseite, die zweite die Wirbelsäule nach hinten und das Nervensystem, wie es in der Tradition heißt. Wer zu früh weitergeht, überspringt Grundlagen, die später fehlen.
DveDie zweite Serie: Nadi Shodhana
Nadi Shodhana bedeutet sinngemäß „Reinigung der Energiebahnen“. Nach den gleichen Sonnengrüßen und Stehhaltungen folgt ein ganz anderer Mittelteil: Drehungen wie Pasasana, eine Folge von Rückbeugen – Shalabhasana, Bhekasana, Dhanurasana, Ustrasana, Laghu Vajrasana bis zur tiefen Rückbeuge Kapotasana – und danach Haltungen, bei denen ein oder beide Beine hinter den Kopf gelegt werden. Es folgen Armbalancen wie Bakasana, Pincha Mayurasana und Karandavasana sowie eine Reihe von Kopfstand-Variationen.
| Abschnitt | Beispiele |
|---|---|
| Drehung und Vorbereitung | Pasasana, Krounchasana |
| Rückbeugen | Shalabhasana, Bhekasana, Dhanurasana, Ustrasana, Kapotasana |
| Beine hinter den Kopf | Eka Pada Sirsasana, Dvi Pada Sirsasana, Yoganidrasana |
| Armbalancen | Bakasana, Pincha Mayurasana, Karandavasana, Mayurasana |
| Kopfstand-Variationen | Mukta Hasta und Baddha Hasta Sirsasana |
TriniDie fortgeschrittenen Serien
Die dritte bis sechste Serie – Advanced A bis D, zusammen Sthira Bhaga genannt – verlangen außergewöhnliche Kraft und Beweglichkeit. Sie werden weltweit nur von wenigen Menschen geübt. Für die allermeisten ist die Frage nicht, wann sie dort ankommen, sondern wie sie die ersten beiden Serien über Jahre gesund und mit Freude üben.
ChatvariWann der nächste Schritt sinnvoll ist
Traditionell entscheidet die Lehrperson in der Mysore-Klasse, wann jemand mit der zweiten Serie beginnt. Übliche Voraussetzungen sind eine stabile, ruhige erste Serie, sichere Vinyasas und die Fähigkeit, in schwierigen Haltungen gleichmäßig zu atmen. In der Übergangszeit übt man oft die erste Serie vollständig und hängt einige Haltungen der zweiten an, bis man die Serien an verschiedenen Tagen trennt.
Tiefe Rückbeugen und Beine hinter dem Kopf belasten Wirbelsäule, Knie und Hüftgelenke. Sie gehören in eine begleitete Praxis. Wer allein zu Hause übt, bleibt besser bei Haltungen, die er oder sie sicher beherrscht.
Die Reihenfolge der Serien ist ein Angebot, kein Zeitplan. Wer zehn Jahre die erste Serie übt, hat nichts verpasst.
PanchaHäufige Fragen
Muss ich irgendwann mit der zweiten Serie anfangen?
Nein. Viele Menschen üben ihr Leben lang die erste Serie und empfinden sie als vollständige Praxis. Die zweite Serie ist ein Angebot für diejenigen, deren Körper und Alltag es zulassen – kein Pflichtprogramm.
Wie wird die zweite Serie geübt, wenn man beide kann?
Üblich ist, die Serien an verschiedenen Tagen zu üben, etwa die zweite an den meisten Tagen und die erste einmal pro Woche in einer geführten Klasse. Die genaue Aufteilung ist Sache der Lehrperson und der eigenen Erfahrung.
Ist die zweite Serie schwerer als die erste?
Sie ist anders. Wer von Natur aus beweglich in der Wirbelsäule ist, empfindet die Rückbeugen der zweiten Serie oft als leichter als die Vorbeugen der ersten. Wer eher steif ist, erlebt sie als große Herausforderung. Anspruchsvoll sind beide.