Yoga-Arten – wo Ashtanga einzuordnen ist
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Ashtanga ist eine von vielen Yogaformen – und mit einigen eng verwandt. Ein Blick auf die Unterschiede hilft, den eigenen Weg zu finden und andere Stile nicht als Konkurrenz zu sehen.
- Familie
- Hatha Yoga im weiten Sinn
- Nächste Verwandte
- Vinyasa, Power Yoga
- Gleicher Lehrer
- Iyengar (Schüler Krishnamacharyas)
- Gegenpol
- Yin Yoga
EkamHatha Yoga
Im weiten Sinn ist fast jede körperbetonte Yogapraxis Hatha Yoga, also auch Ashtanga. Im Studioalltag meint „Hatha“ meist ruhigere Stunden mit wechselnden Haltungen, längerem Halten und Entspannung. Der größte Unterschied zu Ashtanga: Die Abfolge wechselt, und der Übergang zwischen den Haltungen ist weniger fließend.
DveVinyasa und Power Yoga
Viele dynamische Stile gehen direkt auf Ashtanga zurück. Sie übernehmen das Prinzip, Atem und Bewegung zu verbinden, variieren aber die Reihenfolge von Stunde zu Stunde, oft mit Musik. Das macht sie abwechslungsreich; Ashtanga dagegen setzt auf Wiederholung, damit Fortschritt und Veränderung sichtbar werden.
TriniIyengar Yoga
B. K. S. Iyengar war wie Pattabhi Jois Schüler Krishnamacharyas, entwickelte aber einen ganz anderen Stil: präzise Ausrichtung, längeres Halten, viele Hilfsmittel wie Gurte, Blöcke und Decken. Wer im Ashtanga an einer Haltung festhängt, kann von der genauen Arbeit des Iyengar Yoga viel lernen.
ChatvariYin Yoga
Yin Yoga ist fast das Gegenteil: passive Haltungen, meist im Sitzen oder Liegen, mehrere Minuten lang gehalten, ohne Muskelarbeit. Viele Ashtanga-Übende nutzen Yin an Ruhetagen als Ausgleich – mit Vorsicht, denn lange passive Dehnungen können überbewegliche Gelenke zusätzlich belasten.
PanchaKundalini Yoga
Kundalini Yoga stammt aus einer ganz anderen Tradition, arbeitet mit festgelegten Übungsreihen, Atemtechniken, Mantras und Meditation. Mit Ashtanga teilt es vor allem die Idee, dass eine feste Praxis über lange Zeit wirkt.
| Stil | Abfolge | Tempo | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Ashtanga | fest, in Serien | fließend, zügig | Mysore-Stil, Tristhana |
| Vinyasa | wechselnd | fließend | oft mit Musik |
| Hatha | wechselnd | ruhig | längeres Halten |
| Iyengar | wechselnd | langsam | Ausrichtung, Hilfsmittel |
| Yin | wechselnd | sehr langsam | passiv, minutenlang |
ShatWelcher Stil passt zu dir?
Wer Struktur mag, gern früh aufsteht und Fortschritt an der eigenen Praxis messen möchte, ist bei Ashtanga gut aufgehoben. Wer Abwechslung braucht, fühlt sich im Vinyasa wohler. Viele finden ihre Form erst nach einigen Umwegen. Wenn du Ashtanga ausprobieren willst, beginne mit dem Beitrag Einstieg.
Stile sind keine Lager. Viele Lehrende haben mehrere Traditionen kennengelernt, und die Praxis profitiert davon.
SaptaHäufige Fragen
Ist Power Yoga dasselbe wie Ashtanga?
Nicht ganz. Power Yoga ist aus dem Ashtanga hervorgegangen und übernimmt das Prinzip von Atem und Bewegung, variiert aber die Abfolge und oft auch das Tempo. Wer eine Power-Yoga-Stunde mag, fühlt sich im Ashtanga meist schnell zu Hause, muss sich aber an die feste Reihenfolge gewöhnen.
Kann ich Ashtanga mit anderen Stilen kombinieren?
Ja. Viele ergänzen ihre Ashtanga-Praxis mit Yin Yoga an Ruhetagen, mit Iyengar-Stunden für die Ausrichtung oder mit Meditation. Wichtig ist, den Körper nicht zu überlasten: Wer sechsmal pro Woche Ashtanga übt, braucht an den anderen Tagen eher Ruhe als noch mehr Training.
Welcher Stil ist am besten für Rückenprobleme?
Das hängt von der Art der Beschwerden ab und gehört in ein Gespräch mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapeutin. Ruhigere Stile mit längerem Halten und Hilfsmitteln sind für den Anfang oft leichter anzupassen als eine dynamische Serie.