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mysore·morgenAshtanga Yoga verstehen – in Hamburg und überall
Praxis

Die Herausforderungen des Ashtanga Yoga

Aktualisiert am 3 Minuten Lesezeit

Ashtanga ist anspruchsvoll – nicht nur körperlich. Wer dabeibleibt, trifft früher oder später auf dieselben Hürden: den Wecker, die Haltung, die einfach nicht kommt, eine Verletzung, den eigenen Ehrgeiz. Hier sind sie, mit Wegen hindurch.

Häufigste Hürde
Regelmäßigkeit
Häufigste Beschwerden
Knie, Schulter, Handgelenk, Beinrückseite
Bestes Gegenmittel
Geduld und eine gute Lehrperson

EkamDer Wecker

Mysore-Klassen beginnen früh. Wer um halb sechs aufstehen muss, braucht einen frühen Abend. Das ist weniger eine Frage der Disziplin als der Organisation: feste Schlafenszeit, Matte und Kleidung am Vorabend bereitlegen, kein Handy im Schlafzimmer. Und wer nicht früh üben kann, übt eben später – besser als gar nicht.

DveDas Plateau

Irgendwann bleibt der Fortschritt stehen. Eine Haltung – Marichyasana D, Supta Kurmasana, der Lotus – kommt Woche für Woche nicht näher. Das ist kein Scheitern, sondern Teil der Methode: Die Serie ist so gebaut, dass man an jeder schwierigen Stelle lange übt. Veränderungen passieren oft dann, wenn man aufhört, sie zu erzwingen.

TriniVerletzungen

BereichTypische UrsacheVorbeugen
KnieLotus- und halbe Lotushaltungen mit zu wenig HüftöffnungBewegung aus der Hüfte, nie nachdrücken – siehe Lotussitz
Schulterzu tiefes Chaturanga, hunderte WiederholungenSchultern auf Ellbogenhöhe – siehe Chaturanga
HandgelenkGewicht in der Handwurzel, SprüngeFinger spreizen, Druck verteilen
Beinrückseitezu viel Zug in Vorbeugen, besonders am SitzbeinhöckerKnie beugen, weniger tief gehen

Schmerz, der nach der Praxis bleibt oder bei jeder Einheit wiederkommt, ist kein Muskelkater. Dann die betroffene Haltung auslassen oder abwandeln, mit der Lehrperson sprechen und bei Bedarf ärztlich oder physiotherapeutisch abklären lassen.

ChatvariDer Ehrgeiz

Ashtanga zieht Menschen an, die gern Ziele erreichen. Das hilft beim Dranbleiben und schadet beim Üben. Wer eine Haltung erzwingen will, verletzt sich eher; wer sich mit anderen im Raum vergleicht, verliert den eigenen Atem. Im Sinn der acht Glieder ist gerade das die eigentliche Übung: Ahimsa, Gewaltlosigkeit gegen sich selbst, und Santosha, Zufriedenheit mit dem, was heute möglich ist.

PanchaDie Motivation

  • Klein anfangen: Sonnengrüße und Abschluss sind eine vollwertige Praxis.
  • Feste Zeiten statt „wenn ich Lust habe“.
  • Einen Raum mit anderen Übenden suchen – gemeinsames Üben trägt.
  • Das Warum kennen: Wer weiß, wofür er übt, übt länger.

Die meisten langjährig Übenden haben Phasen hinter sich, in denen sie kaum geübt haben. Zurückkommen ist Teil des Weges.

ShatHäufige Fragen

Ist Ashtanga gefährlicher als andere Yogastile?

Die Methode ist dynamisch und fordernd, und die häufige Wiederholung derselben Haltungen kann bei Fehlern zu Überlastung führen. Mit einer guten Lehrperson, Geduld und ehrlichem Umgang mit Schmerz lässt sich das Risiko aber deutlich senken.

Was mache ich nach einer Verletzung?

Erst abklären lassen, dann gemeinsam mit der Lehrperson überlegen, welche Haltungen weggelassen oder abgewandelt werden. Oft kann man mit einer angepassten Praxis weiterüben, statt ganz aufzuhören.

Ich habe monatelang nicht geübt – wie fange ich wieder an?

Kürzer als vorher. Einige Sonnengrüße, die Abschlusssequenz, Ruhe. Nach ein bis zwei Wochen darfst du wieder mehr üben. Wer versucht, sofort da weiterzumachen, wo er aufgehört hat, verletzt sich leicht.

Weiter üben

  • Asanas

    Chaturanga

    Chaturanga Dandasana im Ashtanga: wie Schultern und Ellbogen stehen, die häufigsten Fehler und sinnvolle Vorstufen mit Knien am Boden.

  • Asanas

    Lotussitz

    Padmasana im Ashtanga: wo der Lotus vorkommt, wie halbe Lotushaltungen vorbereiten, warum die Hüfte dreht und nicht das Knie.

  • Praxis

    Ashtanga im Alltag

    Wie Ashtanga in den Alltag passt: Rhythmus und Schlaf, Essen und Praxis, Kurzformen an vollen Tagen und die Yamas und Niyamas als Leitlinien.