Der Fisch – Matsyasana als Gegenhaltung
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Nach Schulterstand, Pflug und den Lotusvarianten auf dem Rücken kommt der Fisch. Er ist die Gegenbewegung: Der Nacken, eben noch gebeugt, wird geöffnet, der Brustkorb weitet sich.
- Übersetzung
- Fisch
- In der Praxis
- Abschlusssequenz, nach Pindasana
- Drishti
- Nasenspitze oder Stirnmitte
- Danach
- Uttana Padasana
EkamDer Platz in der Abschlusssequenz
Die Abschlusssequenz beginnt mit Schulterstand und Pflug, geht über Karnapidasana und die Lotushaltungen Urdhva Padmasana und Pindasana. Danach rollt man aus dem Schulterstand ab und kommt mit gekreuzten Beinen in den Fisch. Er gleicht die starke Beugung des Halses aus. Es folgt Uttana Padasana, bei dem die gestreckten Beine schweben und die Hände vor der Brust zusammenkommen.
DveDie Form
- Aus der Rückenlage die Ellbogen unter den Körper schieben und den Brustkorb anheben.
- Den Kopf nach hinten sinken lassen, bis der Scheitel leicht auf dem Boden aufliegt.
- Das Gewicht bleibt auf Ellbogen und Gesäß, nicht auf dem Kopf.
- Im Lotus greifen die Hände die Füße; ohne Lotus liegen die Beine gestreckt.
- Fünf ruhige Atemzüge, dann mit Hilfe der Arme den Kopf lösen.
Der Nacken trägt im Fisch fast kein Gewicht. Wer Druck oder Schmerz im Hals spürt, lässt den Kopf nicht so weit sinken oder legt eine gefaltete Decke unter den Hinterkopf. Bei Nackenproblemen die Haltung weglassen oder mit einer Lehrperson besprechen.
TriniOhne Lotus
Solange der Lotus nicht sicher und schmerzfrei gelingt, wird der Fisch mit gestreckten Beinen geübt. Das ist keine Notlösung, sondern die übliche Form für viele Übende.
ChatvariWas er bewirken soll
Der Fisch öffnet die Vorderseite des Oberkörpers und den Brustkorb. Nach der Beugung im Schulterstand fühlt sich das für viele befreiend an; der Atem wird tiefer. In der Tradition wird ihm eine günstige Wirkung auf Hals und Schilddrüsenregion zugeschrieben – belastbare Belege dafür gibt es nicht, aber als Ausgleich im Ablauf ist er sinnvoll.
Die Abschlusssequenz ist nicht verhandelbar, wenn die Zeit knapp ist – eher lässt man Sitzhaltungen weg. Schulterstand und Fisch gehören zusammen, einer ohne den anderen ergibt wenig Sinn.
PanchaHäufige Fragen
Warum folgt der Fisch auf den Schulterstand?
Im Schulterstand und in den folgenden Haltungen wird der Hals stark nach vorn gebeugt. Der Fisch bewegt ihn in die Gegenrichtung und öffnet den Brustkorb. Das Paar ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Abfolge Haltungen und Gegenhaltungen ausbalanciert.
Wie lange bleibe ich im Fisch?
In der Abschlusssequenz üblicherweise fünf Atemzüge, danach folgt direkt Uttana Padasana. Wer sich unwohl fühlt, kürzt ab.
Kann ich den Fisch auch mit einem Kissen üben?
Ja, ein längs unter die Brustwirbelsäule gelegtes Kissen oder ein Block macht die Haltung passiv und entlastet den Nacken. Das ist eine gute Variante für Tage, an denen der Hals empfindlich ist.