Direkt zum Inhalt
mysore·morgenAshtanga Yoga verstehen – in Hamburg und überall
Praxis

Der Raum – was einen guten Übungsort ausmacht

Aktualisiert am 3 Minuten Lesezeit

Ein Mysore-Raum ist unspektakulär: Matten nebeneinander, ein warmer Raum, kaum Dekoration. Und trotzdem ist er wichtig. Er macht es leichter, jeden Morgen wiederzukommen – das gilt für das Studio genauso wie für die Ecke im Wohnzimmer.

Platz
etwa 2 × 1 Meter pro Person
Temperatur
angenehm warm, nicht heiß
Geräusche
keine Musik
Zu Hause
fester Platz, Matte griffbereit
Historischer eiserner Handkurbelkran am Elbufer in Hamburg-Ottensen
Früh am Morgen, bevor der Tag beginnt: Viele Übende verbinden die Praxis mit einem festen Ort – hier ein alter Kran am Elbufer in Ottensen. Foto: Flocci Nivis, CC BY 4.0, Wikimedia Commons.

EkamDer Mysore-Raum

Ein Raum für die Mysore-Praxis hat meist ein paar Gemeinsamkeiten: Die Matten liegen eng, damit viele Platz finden. Es ist warm, aber nicht heiß – anders als beim „Hot Yoga“ entsteht die Wärme vor allem durch die Praxis selbst. Es gibt keine Musik; zu hören sind nur der Atem und leise Schritte der Lehrperson. Wer hereinkommt, spricht wenig.

Diese Schlichtheit hat einen Zweck: Nichts lenkt ab, und die gemeinsame Konzentration trägt. Viele Übende berichten, dass sie im Mysore-Raum ruhiger und länger üben als allein zu Hause.

DveEin Platz zu Hause

  • Fester Ort: Wer jeden Tag die Möbel rücken muss, übt seltener.
  • Genug Platz: etwa zwei mal einen Meter, dazu etwas Luft nach vorn für Sprünge und nach oben für Armheben.
  • Fester Boden: Holz oder Fliesen sind besser als dicker Teppich, auf dem die Hände einsinken.
  • Wärme: Im Hamburger Winter lohnt es sich, den Raum vorher etwas aufzuheizen.
  • Ruhe: Handy in einen anderen Raum, Tür zu.

Der beste Übungsplatz ist der, an dem die Matte schon liegt. Wer sie abends ausrollt, übt am nächsten Morgen fast sicher.

TriniLicht und Tageszeit

Traditionell wird vor Sonnenaufgang geübt. In Hamburg bedeutet das im Winter: im Dunkeln, denn die Sonne geht um die Wintersonnenwende erst gegen halb neun auf. Warmes, gedämpftes Licht ist angenehmer als grelle Deckenlampen. Im Sommer dagegen kann man zum Ende der Praxis oft schon die Sonne aufgehen sehen.

ChatvariGemeinsam oder allein?

Beides hat seinen Platz. Der Mysore-Raum bietet Begleitung und Gemeinschaft, die Praxis zu Hause Unabhängigkeit. Viele kombinieren: zwei- bis dreimal pro Woche im Studio, an den anderen Tagen zu Hause. Wie du in Hamburg einen passenden Raum findest, steht unter Ashtanga in Hamburg, was du an Ausrüstung brauchst, unter Matte.

PanchaHäufige Fragen

Warum gibt es im Mysore-Raum keine Musik?

Weil der eigene Atem den Rhythmus vorgibt. Musik würde ein fremdes Tempo und eine fremde Stimmung in die Praxis bringen. Das leise Rauschen vieler Ujjayi-Atmer ersetzt sie.

Wie warm sollte der Raum sein?

Angenehm warm, so dass man in kurzer Kleidung nicht friert. Die eigentliche Wärme entsteht durch die Praxis. Stark beheizte Räume wie beim Hot Yoga sind im Ashtanga nicht üblich.

Reicht ein kleines Zimmer für die Praxis zu Hause?

Meistens ja. Eine Mattenlänge plus etwas Platz vorn und zu den Seiten genügt. Wichtiger als die Größe ist, dass du dort ungestört bist.

Weiter üben

  • Praxis

    Matte und Zubehör

    Welche Matte für Ashtanga taugt: Griff bei Schweiß, Dicke, Material, der Mysore-Teppich und warum Blöcke und Gurte selten nötig sind.

  • Das System

    Mysore-Stil

    Was im Mysore-Stil passiert: selbstständige Praxis im eigenen Atemrhythmus, individuelle Hilfen der Lehrperson, Freigabe neuer Haltungen, Ruhetage und Mondtage.

  • Praxis

    Ashtanga im Alltag

    Wie Ashtanga in den Alltag passt: Rhythmus und Schlaf, Essen und Praxis, Kurzformen an vollen Tagen und die Yamas und Niyamas als Leitlinien.