Ashtanga-Retreats und Intensivwochen – worauf es ankommt
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Ein Retreat bedeutet: einige Tage lang jeden Morgen üben, ohne Arbeit, ohne Pendeln, oft an einem schönen Ort. Für viele ist das der Moment, in dem die Praxis einen Sprung macht. Damit es einer nach vorn wird, lohnt ein genauer Blick auf das Angebot.
- Dauer
- meist 4–14 Tage
- Tagesablauf
- Morgenpraxis, Pause, Theorie oder Workshop
- Wichtigste Frage
- Wer unterrichtet?

EkamEin typischer Tag
| Zeit | Programm |
|---|---|
| früher Morgen | Mysore-Praxis oder geführte Klasse |
| Vormittag | Frühstück, freie Zeit |
| Mittag / Nachmittag | Workshop: Technik, Anatomie, Philosophie, Atem |
| Abend | Meditation oder frei, früh schlafen |
DveWoran man ein gutes Angebot erkennt
- Die Lehrperson hat lange Ashtanga-Erfahrung und nennt offen, bei wem sie gelernt hat.
- Die Gruppengröße ist so, dass individuelle Begleitung möglich ist.
- Das Programm ist klar beschrieben: Wie viele Stunden Praxis, wie viel Theorie?
- Einsteiger werden ausdrücklich angesprochen – oder ausdrücklich nicht.
- Der Umgang mit Hilfestellungen ist geklärt, am besten schriftlich.
- Die Kosten sind vollständig: Unterkunft, Verpflegung, Anreise, Stornobedingungen.
TriniFragen vor der Buchung
- Ist das Retreat für mein Niveau geeignet?
- Kann ich eine Verletzung oder Einschränkung mitbringen?
- Wie viele Teilnehmende kommen auf eine Lehrperson?
- Was passiert, wenn ich eine Einheit auslassen möchte?
Eine Woche täglicher, intensiver Praxis ist für den Körper etwas anderes als drei Einheiten im Alltag. Wer sonst selten übt, sollte die ersten Tage bewusst zurückhaltend angehen – Überlastungen entstehen gerade im Retreat.
ChatvariNach Mysore reisen
Für viele Übende ist eine Reise nach Mysore ein großes Ziel. Die Stadt in Karnataka ist Ursprungsort der Methode, und über Jahrzehnte kamen Übende aus aller Welt für Wochen oder Monate dorthin. Wie Anmeldung, Aufenthaltsdauer und Unterricht dort heute organisiert sind, hat sich mehrfach verändert – zuletzt nach dem Tod von Sharath Jois im November 2024. Aktuelle Informationen gibt es nur direkt bei den Einrichtungen vor Ort. Mehr zur Geschichte steht unter Geschichte.
PanchaDas Retreat nach dem Retreat
Die eigentliche Frage ist, was von der Woche bleibt. Wer zu Hause den Rhythmus beibehält – vielleicht kürzer, aber regelmäßig –, profitiert am meisten. Hinweise dazu gibt Ashtanga im Alltag.
ShatHäufige Fragen
Ist ein Retreat für Einsteiger geeignet?
Manche ja, manche nicht. Achte darauf, dass das Angebot ausdrücklich Einsteiger anspricht und die Lehrperson Zeit für individuelle Begleitung hat. Für den allerersten Kontakt mit Ashtanga ist ein Kurs in der eigenen Stadt meist sinnvoller.
Wie finde ich ein seriöses Retreat?
Durch Empfehlungen von Menschen, die schon dort waren, durch transparente Angaben zu Lehrperson, Programm und Kosten und durch ein Vorgespräch. Unklare Versprechen wie „Heilung“ oder „Transformation in sieben Tagen“ sind eher ein Warnzeichen.
Was nehme ich mit?
Die eigene Matte, falls erlaubt, bequeme Kleidung, eine warme Schicht für Shavasana und die Meditation, Notizbuch und Wasserflasche. Und die Bereitschaft, mehr zu schlafen als zu Hause.